AIINFRA Consulting – Geschäftsmodelle der digitalen Infrastrukturen – Netz, Datacenter und TowerCo
By Published On: 25/08/2025Categories:

Geschäftsmodelle der digitalen Infrastrukturen – Netz, Datacenter und TowerCo

Warum dieses Modul:

Digitale Infrastruktur wird zunehmend als eigenes Asset betrachtet – traditionelle Telekommunikationsanbieter stehen vor strategischen Weichenstellungen. Getrieben von Kosten- und Kapitaleffizienz prüfen viele Netzbetreiber, welche Geschäftsmodelle maximalen Wert aus ihren Netzen, Funktürmen und Rechenzentren ziehen. Die Branche erlebt einen Trend zur Ausgliederung von Infrastrukturteilen: Passive und aktive Netzwerke werden in eigenständige Einheiten überführt. Besonders Glasfasernetze und Datacenter stehen im Fokus, wobei Telcos innovative Modelle wie NetCo (reine Netzgesellschaft) versus ServCo (Service-Gesellschaft) ausloten, um Betrieb und Effizienz zu optimieren. Gleichzeitig werden Mobilfunkmasten in TowerCos ausgegliedert – diese spezialisierten Tower-Gesellschaften erzielen oft höhere Bewertungen und ziehen Investorengelder an. Das Top-Management muss entscheiden, ob und wie eine Trennung oder Neuausrichtung der Infrastruktur sinnvoll ist, um Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu sichern.

Kundennutzen:

  • Trendscouting für digitale Infrastrukturen vollzogen
  • Entscheidungsgrundlagen für das Engagement im Ausbau digitalen Infrastruktur ist vermittelt
  • Identifikation von Wertsteigerungspotenzialen und Verwertungsmöglichkeiten
  • Steigerung der operativen Effizienz durch geeignete Modelle (z. B. Infrastruktur-Sharing)
  • Positionierungsmöglichkeiten (InfraCo, NetCo, ServCo, SalesCo) und die Konsequenzen sind dargelegt
  • potenzielle Erlösquellen (z. B. Colocation-Services, Vermietung von Netzkapazitäten) und Businesscases sind umrissen

Zielgruppe

C-Level, Business Development und Geschäftsleitung  lokaler Netzbetreiber, City Carrier und Infrastruktur-Anbieter die vor der Frage stehen, wie sie Netz-Infrastruktur, Rechenzentren oder Funkmasten zukünftig integrieren. Auch für Technik-Verantwortliche (CTO) relevant, wenn technische Infrastruktur in neue Geschäftsmodelle überführt werden soll.

Differenzierung:

  • Ganzheitlicher Blick auf alle digitalen Infrastruktur-Sparten aus einer Hand
  • Wir betrachten Netz, Datacenter und Tower nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel.
  • Eingebracht werden Best Practices und Marktbenchmarks aus internationalen Telco-Projekten.
  • Durch den AIINFRA-Consulting-Ansatz werden in kurzer Zeit greifbare strategische Optionen erarbeitet

Wie wir das Modul gestalten:

Inhalte in der Übersicht

  • Markttrends in der digitalen Infrastruktur (Datenbedarf, Investoreninteresse, Technologiewandel wie 5G, Edge Computing)
  • Geschäftsmodell-Optionen für Festnetzbetreiber (Retail vs. Wholesale, Open-Access-Modelle, Ausgliederung als FiberCo)
  • TowerCo-Modelle und Infrastruktur-Sharing (Passivnetz-Auslagerung, gemeinsame Netz-Nutzung, Leasing von Masten)
  • Rechenzentren als Geschäftsbereich (Colocation-Angebote, Edge Datacenter, Partnerschaften mit Cloud-Anbietern)
  • Synergien zwischen Netz, Tower und Datacenter erkennen (z. B. integrierte Angebote vs. separate Einheiten)
  • Bewertungskriterien für strategische Entscheidungen (Wirtschaftlichkeit, Skalierung, Kontrolle vs. Fremdkapital, Einfluss auf Servicequalität)
  • Innovationsansätze von KI bis NaaS, Rolle der Cloud, DSP-Ansatz

Dauer / Formate:

3-stündiger QuickCheck (Analyse des Ist-Zustands & Zieldefinition), 3 Beratungstage (Workshops vor Ort zur Strategieentwicklung), optional: 1 Praxistag und abschließende Ergebnispräsentation (mit Empfehlungen, Fahrplan, Feedback).

  • Teilmodul 1-1: Markttrends & strategische Optionen

    • Überblick über die Entwicklung der Branche: steigender Datenverkehr, Rolle von Backbone, 5G, FttH, Nachfrage nach Edge und Colocation
    • Investorenperspektive: Attraktivität von Asset-Klassen
    • Strategische Optionen für Netzbetreiber skizzieren: integriertes Geschäftsmodell vs. Spezialisierung/Spinoff
  • Teilmodul 1-2: Geschäftsmodelle für Netz-Infrastrukturen

    • Vertikale Integration vs. Wholesale-only: Vor- und Nachteile für Breitbandnetze
    • NetCo/ServCo-Prinzip erläutern (Trennung Netzbetrieb vs. Endkundengeschäft) und Beispiele diskutieren
    • Wholesale / Open-Access-Modelle: Drittanbietern Zugang zum eigenen Netz gewähren (Umsatz durch Vorleistung, Skaleneffekte)
    • Kriterien: Renditeerwartung, Kontrolle über Endkunde vs. Reichweite des Netzes maximieren, Auswirkungen auf Service und Marke
  • Teilmodul 2-1: TowerCo-Modelle und gemeinsame Infrastruktur nutzen

    • Geschäftsmodell TowerCo: Perspektiven
    • Standorte und Funkmasten als eigenständiges Asset – Einnahmen durch Vermietung an Mobilfunkbetreiber
    • Vernetzung von Standorten
    • OpenRAN und EDGE-Datacenter
  • Teilmodul 2-2: Rechenzentren als neues Geschäftsfeld

    • Datacenter-Typen: vom zentralen Colocation-Rechenzentrum bis zum verteilten Edge Datacenter
    • Eigene Rechenzentren betreiben vs. Partnerschaften mit Colocation-Anbietern eingehen
    • Colocation-Service für Geschäftskunden, MicroEdge, KI-readyness
  • Teilmodul 3-1: Datacenterprojekte umsetzen

    • Standortwahl und Nachhaltigkeit
    • Bau- und Kostenmodelle
    • Standards und Zertifizierungen
    • Produktportfolio und Schnittstellen zum NetCo
  • Teilmodul 3-2: Colocationbusiness bewerten

    • Einnahmen aus Colo-Produkten und additional Services
    • Colo-Kostenstruktur
    • Colo-Investitionen
    • Prozesskosten und Ressourcenbedarfe
    • Colo-Businesscase
  • Praxismodul mit Partner

    • Übung 1: Bewertung von Standorten auf Tauglichkeit
    • Übung 2: Colo-Businesscase für ein konkretes Projekt
    • Übung 3: Synergien mit TK-Netz und Bestands-Organisiation / Make or buy

Methoden-Set und Quellen

Welche Quellen und Methoden wir einsetzen: Wir nutzen Desk-Research, Veröffentlichungen und Entwicklungsberichte zu Entwicklungen und Best Practice der Branchen. Wir suchen nach relevanten Trends, einem Momentum, Disruptionen und Eigenschaften erfolgreicher Wettbewerber. Wir führen eine Reifegrad-, SWOT- und Umfeldanalyse aus. Wir identifizieren die Stakeholder, insbesondere ihre Zielgruppe und deren Bedarfslage. Aus all diesen Informationen formen wir das ideale Geschäftsmodell nach BMC und eine HeatMap: wo sind Entwicklungspotenzial, USP´s oder GAPs zu notwendigen Entwicklungswegen, um Bedarfe und Wettbewerb zu beherrschen.

Daneben entwickeln wir ein typisches Set der Normative und der Strategiebasis, angereichert mit Themen der Nachhaltigkeitsstrategie und Digitalstrategie. Methodisch nutzen wir Standard-Formate der Strategieentwicklung, welches eine moderierte und transparente Journey erlaubt und verstanden werden kann.

Ergebnispotenziale des Beratungsmoduls

In einem Abschlussbericht werden Methoden, die gesammelten Informationen mit Quellenverzeichnis, die Analyseergebnisse und das Beratungs-Ergebnis dargestellt. Folgende Gliederungspunkte können Sie erwarten:

  • Fördermittelprüfung, ggf. Beantragungsverfahren und Bewilligung
  • Branchenanalyse, relevante Trends, Disruptionen, Momentum

  • Wettbewerbsanalyse, Zielgruppenkatalog, ICP, ideale Positionierung

  • Katalog Normative, Vision, Missionen, Strategieansätze

  • Katalog Zielsystem, Maßnahmen, BSC

  • Wirkungsabschätzung des TOP Zielsystems

  • Workshop Mitschrift

  • Handlungsempfehlungen

Preismodell

  • QuickCheck: 1.200 € netto pro Beratungstag

  • Beratungstage 1-2: 1.500 € netto pro Beratungstag, ggf. teilweise förderfähig